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Wie Sie zum Meister des Vorstellungsgesprächs werden

In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Phasen als auch die geordneten Fragen, in denen ein Vorstellungsgespräch häufig verläuft, vor.

Sie sind zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden und beginnen nun mit der wichtigen Vorbereitung. Im Rahmen dieser Vorbereitung haben Sie sich Gedanken über die wahrscheinlichsten Fragen gemacht, die Ihnen gestellt werden könnten, z. B. "Warum möchten Sie hier arbeiten?" oder "Was hat Sie an dieser Stelle gereizt?", und Sie haben Ihre Antworten sorgfältig vorbereitet. Aber sind Sie auch auf die schwierigeren Fragen im Vorstellungsgespräch vorbereitet?

Begrüßung / Vorstellung / Auftakt

Hier wird nach der Begrüßung ein Small Talk zum Aufwärmen durchgeführt.  

Fragen zum Bildungs- und Berufsweg

„Erzählen Sie mir etwas über sich selbst“ Dies ist wahrscheinlich eine der ersten Fragen, die Ihnen gestellt wird, und kann schon den Ton für den Rest des Gesprächs angeben. Da diese Frage vage formuliert ist, kann sie zu einer Alles-oder-Nichts-Antwort führen. Entweder erzählt der Bewerber seine gesamte Lebensgeschichte oder er gibt einfach seine derzeitige Berufsbezeichnung und sein Unternehmen an. 

Sie fangen an erstmal sich vorzustellen und etwas über sich selbst zu erzählen - mit besonderem Hinblick auf Ihre Bewerbung. Der Arbeitgeber möchte hier nicht nur über Ihre Person zu erfahren, sondern auch über Ihre Meilensteine in Ihrem Werdegang, Ihre Bildungs- und Berufserfahrung, Qualifikationen, Ihre Stärken und Schwächen. Sie versuchen hier implizit der Arbeitgeber zu überzeugen, warum sind Sie für die ausgeschriebene Stelle geeignet.

Gründe der Bewerbung / des Stellenwechsels

Es ist unerlässlich während der dritten Phase des Vorstellungsgesprächs der Gesprächspartner zu zeigen, dass Sie, außer ein starkes Interesse an der Stelle und Unternehmen bzw. eine Leidenschaft für das Fachgebiet zu haben, auch immer bereit sind, zu lernen und sich in Ihrer Funktion weiterzuentwickeln.

Empfehlenswert ist Ihre Erwartungen von der Anstellung bei dem Unternehmen zunächst zu nennen, Ihre berufliche Ziele und auch die wichtigsten Kriterien die Sie beruflich zufrieden machen.

Fragen zu dem Erfolg/ Misserfolg

Versuchen Sie, an eine Zeit zu denken, in der Sie nicht nur eine gute Idee hatten, sondern eine Idee, die aktuell war, die ansprach und zu einem guten Ergebnis führte. Planen Sie Ihre Antwort im Voraus, damit Ihr Punkt nicht in der Erzählung verloren geht. Sie beginnen damit erstmal die Situation darzustellen. Dann Ihre Aufgabe und Engagement zu beschreiben. Erzählen Sie von Ihrer Aktion und Ideen. Sie stellen am Ende Ihre Ergebnisse vor.

Jetzt wird man Sie nach Ihren Fehlschlägen fragen. Das Schlimmste, was Sie in dieser Situation sagen können, ist, dass Sie noch nie versagt haben. Denken Sie daran, dass der Gesprächspartner Sie mit dieser Frage nicht überrumpeln will. Er weiß, dass selbst die fleißigsten und vielversprechendsten Bewerber Rückschläge erlebt haben. Sie wollen wissen, wie Sie diese überwunden haben und was Sie daraus gelernt haben. Ihr Misserfolg muss nicht zwangsläufig schwerwiegend sein. Sie können auch erwähnen, dass Sie einfach eine Frist verpasst oder einen Ihrer Leistungsindikatoren nicht erfüllt haben. Bei der Beantwortung dieser Frage sollten Sie ein klares Bild davon zeichnen, was Sie falsch gemacht haben, was Sie daraus gelernt haben und was Sie beim nächsten Mal anders machen würden.

Fragen zu Selbsteinschätzung / Persönlichkeit / Motivation

Der Interviewer versucht festzustellen ob Ihre Persönlichkeit zur Rolle aber auch zum Team und zum Unternehmen passt.

Beginnen wir damit, wie gut Ihre Persönlichkeitsmerkmale zu Ihrer Rolle passen. Welche persönlichen Eigenschaften wären hier nützlich? Falls die Position, für die Sie sich bewerben, Strategien zum Umgang mit Stress, Kreativität, Freundlichkeit und Zuverlässigkeit erfordert, dann würden Sie dies auf jeden Fall zur Sprache bringen. Es ist in Ihrem Interesse, hier ehrlich zu sein. Denken Sie nicht nur an Eigenschaften, die sich auf die Stellenbeschreibung beziehen, sondern überlegen Sie, wie Ihre Freunde und Familie Sie beschreiben würden. Das wird dem Gesprächspartner zeigen, wie gut Sie mit Ihren potenziellen Kollegen auskommen werden. 

Wenn ein Personaler nach Freizeitaktivitäten fragt, ist das laut Green eine gute Chance, Sympathien herzustellen und positiven Eigenschaften hervorzuheben, um dem Personaler besser im Gedächtnis zu bleiben. Das, so fügt sie jedoch sofort hinzu, darf nicht krampfhaft geschehen. Sie müssen die Frage nach den Freizeitaktivitäten ausführlich zu beantworten. Denn allein der Satz „Ich lese gern“ z.B. verrät nicht viel über euren Charakter.

Stressfragen

Die Stressfragen sollen allerdings nicht nur Stress erzeugen, sondern auch die Kreativität und Spontaneität des Bewerbers testen. Durch das Überrumpeln wird man zu spontanen Gedankengängen gezwungen. Weiterer Sinn und Zweck von Stressfragen: In vielen Berufen ist man auch mit Stress konfrontiert und es gibt Situationen, in denen man unter (Zeit-)Druck Entscheidungen treffen und Lösungen finden muss. Die Stressfragen können einen Rückschluss darauf zulassen, ob der Kandidat in seinem späteren Arbeitsalltag dazu in der Lage ist.

Rahmenbedingungen

Startdatum, Standortpräferenzen und Wunschgehalt können Sie beim Vorstellungsgespräch schon absprechen. Es ist sehr wichtig, sich selbst richtig einzuschätzen. Informieren Sie sich darüber, wie viel jemand durchschnittlich verdient der in der gleichen Position arbeitet. Beachten Sie allerdings auch weitere Faktoren, die die Höhe Ihres Gehalts beeinflussen: Ihre Qualifikationen und Ihre Berufserfahrung, die Unternehmensgröße, die Branche und die Region – aber auch davon, ob Sie in Ihrer neuen Position zusätzliche Verantwortung für Personal und Budget übernehmen werden. Je nach persönlicher Situation sind in der Regel zwischen fünf bis 20 Prozent mehr Gehalt möglich.

Abschluss / Verabschiedung

Das Beste kommt zum Schluss- oder auch nicht. Wie Sie das Vorstellungsgespräch beenden, kann einen bisher positiven Gesamteindruck verstärken. Oder komplett ruinieren. Denn der letzte Eindruck hallt nach. Von Unterhaltungen erinnern wir uns vor allem an den Schluss. Sie dürfen – falls es bisher nicht zur Sprache kam – klären, wie es weitergeht. Zum Beispiel wie lange der Auswahlprozess üblicherweise dauert oder wann mit einer Antwort zu rechnen ist.